Unsere Geschichte: Die Schafthalsaxt von Zscheiplitz

Die ältesten Nachweise zur Kupferverarbeitung finden sich in Kleinasien. Unabhängig davon entwickelte sich die Kupfermetallurgie in Südosteuropa. Der Abbau von kupferhaltigem Erz ist auf dem Balkan seit dem 5. Jt. v. Chr. belegt.

 

Kupferäxte gelangten von Südosteuropa bis nach Dänemark und finden sich auch vereinzelt in Mitteleuropa. Die Herkunft der als Einzelfund überlieferten Schafthalsaxt kann aufgrund der Form in Südosteuropa vermutet werden. Sie datiert in einen Zeitabschnitt von etwa 3200-2800 v. Chr., welcher sich teilweise mit der mitteldeutschen Bernburger Kultur deckt.

 

Objekte dieser Art waren sicherlich von symbolischer Art und ein Ausdruck von Status und Prestige in den Teilen Europas, in denen sich die Metallverarbeitung noch nicht durchgesetzt hatte; sie können aber auch als Zahlungsmittel im weitesten Sinne oder schlicht als Kupferbarren interpretiert werden.

 
Ferner gelten sie zudem als ein Beleg für weitreichende Fernkontakte im gesamteuropäischen Raum des endenden 4. Jt. v. Chr.

 

Material / Technique …

Kupfer

Measurements …

Länge: 15 cm

 

Relation to time …

Literature …

  • Kaufmann, D. (2001): Kupfer in der Steinzeit. In: H. Meller (Hrsg.), Schönheit, Macht und Tod. 120 Funde aus 120 Jahren Landesmuseum für Vorgeschichte Halle. Begleitband zur Sonderausstellung, Halle (Saale), 86f..
  • Meller, H. (Hrsg) (2011): Bronzerausch: Spätneolithikum und Frühbronzezeit. Begleithefte zur Daueraustellung im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle Bd. 4.. Halle (Saale)
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